
Die Schlümpfe sind 50 geworden. Zugegebenermaßen hat das reichlich wenig mit dem Elsass zu tun. Schließlich ist Peyo ein Belgier und die Schlümpfe sind demnach Produkt der Brüssler Schule, aber weder die elsässische noch die französische Presse hat etwas besseres zu berichten, sieht man einmal von einem weiteren Ausrutscher von Sarkozy ab, der einen linken Wichtigtuer als armes Arschloch bezeichnet hat.
Was keine französischsprachige Zeitung abdruckt, sind die vorwiegend deutschen Rassismus-, Antisemitismus-, KKK- und Kommunismusvorwürfe gegenüber Peyo, bei denen sich jeder fragt, wo sie herkommen. Schwarze Schlümpfe, die die blauen Schlümpfe beißen, jüdische Namen für die Bösewichte, weiße Kapuzen, rote Kapuzen und angebliche Marxbärte sind nach den selbsternannten Schlümpfekennern Indizien dafür.
Auf der Seite HeyPunk.de schreibt ein User
Aber der Autor belässt es nicht bei Theorien. Er klatscht gleich noch seinen "Fakt" auf den Tisch, dass Peyo Klu-Klux-Klan-Mitglied war. Ich hab beim besten Willen keine Quelle gefunden, die diesen "Fakt", der im Internet herumgeistert, belegt.
Jetzt kommt es letztlich doch ans Licht, dass diese kleinen Wichtel, unseren Kindern und einst auch einmal uns zu "Perfekten" Weißen erziehen wollten, denn wie dem einen oder andern unter euch evtl. mal aufgefallen sein dürfte tragen die Schlümpfe immer eine Einheitskleidung, die aus Weißen Hosen und Weißen Mützen besteht, außer bei Papaschlump bei ihm ist es wie bei den Ku-Klux-Klan Oberhaupten keine Weiße Robe, sondern eine in Rot.
Natürlich ist das noch nicht Beweis genug um die Schlümpfe an den Pranger zu stellen, aber es geht ja noch weiter .Alle Schlümpfe unterstehen der Führung von Papaschlumpf wie bei einer Diktatur, und auch das einzige Weibliche Wesen unter den Schlümpfen (Schlumpfine) ist Blond, was das Arische Idealbild wiederspiegelt. Sie hat lange Blonde Haare, versteckt Ihre Brüste ist Keusch und packt an wenn Sie gebraucht wird. Doch war Schlumpfine einst einmal Böse und wen wundert es, damals war sie auch noch Schwarzhaarig.
Als ich letztens aus Nostalgie auf dem Straßburger Bahnhof ein Schlümpfecomic in Originalsprache gekauft habe, habe ich gleich den Zwang verspürt den Theorien nachzugehen. Nachdem ich dann eine gute Viertelstunde damit beschäftigt war, über die Strips zu lachen, denn drei mal Schlumpf in einem Satz klingt einfach lustig, habe ich das Comic schließlich ausgelesen. Mein erster Gedanke beim Zuklappen war, dass es sich bei den Schlümpfen um ein Comic für Kinder handelt, das genau deswegen das Recht hat mit Klischees zu spielen. War schwarz in der westlichen Welt nicht schon seit Urzeiten Symbol für das Böse? Und waren die Bösewichten nicht schon immer buckelig? Das Ganze beruhigte mich. Jetzt hatte ich meine Kindheit doch nicht damit verbracht Klu-Klux-Klan-Spielzeug zu sammeln.
Peyo selbst hat sich nicht zu dem Ganzen geäußert. Aber zu dem wirklich arischen Blau der Schlümpfe schrieb er einmal, dass grün giftig aussehe, rot irgendwie wirke, als wären sie chronisch wütend und gelb nicht lustig sei( Die Simpsons gab es 1950 noch nicht).
Ich warte aber jetzt auf einen weiteren "Fakt," der aussagt, Peyo hätte auch das Foltern von jüdischen Schwarzen und die Sodomie mit (schwarzen-)Schafen lustig gefunden.
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