Besonders unterhaltsam ist es, zu versuchen, Sainte Marie Aux Mines zu definieren, indem man darlegt für was es bekannt ist: Patchwork und Gesteine.
Der Ort, der im deutschen Atlas Markirch getauft ist, um ein weiteres Mal das lustige hin- und herschieben des Elsass zu unterstreichen, feiert tatsächlich eine Art Gesteinsmesse. Und um sich die Zeit dazwischen zu versüßen nähen sie fleisig Stoff aneinander. Ein hoch auf das Patchwork.
Auf der Suche nach einer passenden Darstellung bin ich auf dieses Youtube-Video gestoßen, dass meiner Meinung nach den Ort ganz hervorrangend beschreibt.
Ganz besonders der Einsatz von Musik in Verbindung mit den strahlenden Gesichtern hebt hervor für was ein Einwohner von Ste Marie lebt .... Für Steine.
Davon abgesehen finde ich eine Bevölkerungsdichte von 129 Einwohner pro Killometer bereits sehr aussagekräftig.
Mathematisch gesehen bedeutet das für mich, dass ich allein 1.000.000 m² durch129 d.h ca. 7751 m² Freilauffläche in Sainte Marie Aux Mines habe. Das erklärt zumindest warum das Institut Tournesols, für das ich arbeite, bereitwillig eine Wohnung für mich bereitgestellt hat, in der vermutlich 5 Leute Platz hätten.
Mein Fazit: Sainte Marie Aux Mines ist die winzige Stadt, von der diejenigen träumen, die Spaß daran haben 5 Minuten auf der Hauptstraße zu stehen und sich zu fragen, ob sie sich verlaufen haben. Wer hier elsässischen Charm sucht wird ihn definitiv finden, sofern er das Elsass nicht mit Straßburg verwechselt.